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AxiomEthics I.Ax.1; Ethics I.Ax.25 / 17

In-sich / In-anderem-Teilung

In-sich / In-anderem-Teilung5
Ethics I.Ax.1; Ethics I.Ax.2

Formale Aussage

Axiom 1: Alles, was existiert, existiert entweder in sich oder in einem anderen. Axiom 2: Was nicht durch ein anderes begriffen werden kann, muss durch sich selbst begriffen werden. Zusammen erzwingen diese Axiome eine erschöpfende ontologische Einteilung -- nichts entgeht der Substanz/Modus-Unterscheidung.

In einfacher Sprache

Diese beiden Axiome schließen jeden Ausweg. Es gibt keine dritte Option: Alles ist entweder selbstständig (Substanz) oder abhängig (Modus). Und wenn du etwas nicht durch etwas anderes verstehen kannst, dann muss es durch sich selbst verstanden werden. Spinoza richtet eine Welt ein ohne ontologische Lücken und ohne begriffliche lose Enden. Jedes Seiende fällt auf eine Seite dieser Linie, und die Weise, wie du es begreifst, folgt der Weise, wie es existiert.

Warum dies folgt

Die Definitionen von Substanz (gs-01) und Modus (gs-03) führten 'in sich' versus 'in einem anderen' ein. Diese Axiome erheben diesen Gegensatz zum Status einer erschöpfenden und selbstevidenten Einteilung aller Wirklichkeit und liefern den logischen Grund, aus dem die Lehrsätze abgeleitet werden.

Baut auf:

Alles, was existiert, ist entweder Substanz (in sich) oder Modus (in einem anderen) -- eine dritte Kategorie gibt es nicht.

Verknüpfte Begriffe

Ist diese Einteilung wirklich erschöpfend? Kannst du dir etwas vorstellen, das weder vollständig selbstständig noch vollständig von einem anderen abhängig ist?